Sonntag, 05. Februar 2012

Glossar: Buchstabe F

Fachbodenregal
Fachbodenregale sind speziell konstruierte Lagerungsregale. Sie eignen sich zur Lagerung unterschiedlichster Güter und in beliebigen Mengen, sind sie vielseitig einsetzbar sowie in verschiedenen Belastungstypen erhältlich. Das Grundgerüst bildet feste Regalwände oder Regalständer, in die Fachböden aus Holz oder Stahlblech auf angebrachten Bodenträgern platziert werden. Sie dienen zur Lagerung von Gütern aller Art, die nicht auf Paletten sind. Dies erfolgt auf geschlossenen Fachböden über mehrere Etagen. Sie werden auch als fahrbare Regale eingesetzt. Für Höhen bis maximal 12 m werden die Regale in Verbindung mit Regalfahrzeugen eingesetzt. Die Höhenverstellung ist schraubenlos im Raster von 25 mm möglich. Längsstabilisierung durch Diagonalstreben. Fachbodenregale werden auch für mehrgeschossige Podestanlagen gewählt, wo sie integrierender Bestand für Laufgänge oder Treppen der einzelnen Geschosse sind. Beispiele für Fachbodenregale sind z. B. Eckregale, Schubladen- und Flügeltürenregale, Schrägbodenregale, Wannenbodenregale, Kästenregale, Reifenregale, Flaschenregale und Edelstahlregale. Es gibt zum Fachbodenregal noch zahllose spezielle Lösungen, z. B. mehrgeschossige Fachbodenregale, Archivregale, Aktenregale und Fahrregale.

Fahrantrieb
Dies ist der Antrieb, mit dem Fahrzeuge vorwärts bewegt werden können. Bei Transportfahrzeugen unterscheiden sich die Antriebsarten, es gibt den Benzinantrieb, den Dieselantrieb, den Treibgasantrieb (Erd- oder Flüssiggas), den Elektrischenantrieb und den Handantrieb. Den Handantrieb können z. B. Hubwagen, Gabelhubwagen, Hochhubwagen, Spreizenstapler haben. Dieser eignet sich nur für leichteres Transportgut. Den elektrischen Antrieb hat nur ein geringer Teil der Hubwagen, denn dieser ist nur dort möglich, wo der Aktionsradius der Fahrzeuge sehr klein ist. Der Dieselantrieb ist nur bei Gegengewichtsstaplern, Querstaplern und Industrieschleppern anzutreffen. In Deutschland ist der Benzinantrieb sehr selten. Die Benzingeräte werden meist nur als Treibgasgeräte betrieben. Diesen findet man meist bei Gegengewichts- und Quergabelstaplern und Industrieschleppern. Der Hydridantrieb ist eine Mischung aus verschiedenen Antriebsarten, z. B. Diesel- und elektrischer Antrieb. Der Vorteil hierbei liegt in der Flexibilität und schnellen Anpassung an unterschiedliche Einsatzorte. Ein Stapler kann z. B. im Freien mit Diesel angetrieben werden und bei alleneinsatz auf elektrischen Betrieb umgeschaltet werden. Während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wird gleichzeitig der benötigte Fahrstrom für den Elektroantrieb erzeugt.

Fahrerkabine
Die Fahrerkabine ist der Teil eines Land-, Luft-, Wasser- bzw. Kraftfahrzeuges, das während des Betriebes dem Fahrzeugführer einen Wetterschutz am Führerstand bietet. In der Fahrerkabine befinden sich alle notwendigen Instrumente zum Bedienen des Transportgerätes. Bei Hubwagen mit Fahrerplatz und Hubhöhe über 1,80 m ist die Fahrerkabine gesetzlich vorgeschrieben. Sie schützt den Fahrer vor herabfallenden Gegenständen und vor schweren Verletzungen beim Kippen des Fahrzeuges. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, z. B. als Fahrerschutzdach oder als Wetterschutzkabine. Die unterschiedlichen Ausführungen hängen allerdings von dem jeweiligen Einsatzort ab. Die Fahrerkabinen moderner Kraftfahrzeuge sind in der Regel geschlossen, beheizbar und mit Frontfenstern versehen, um geschützt die Fahrwegsbeobachtung zu ermöglichen. Hubwagen, die häufig im Außeneinsatz und in Kühlhäusern verwendet werden, sind zum Schutz und Komfort des Fahrers mit Wetterschutzverdeck oder Fahrerkabine ausgerüstet. Diese schützen gegen Regen, Schnee und Kälte. Für den nur gelegentlichen Außeneinsatz genügt oft ein Wetterverdeck, das aus Segeltuch besteht und über das Fahrerschutzdach gespannt wird.

Fahrerlaubnis
Sie ist die behördliche Genehmigung zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen. Die Fahrerlaubnis ist nicht an den Besitz des Führerscheins gebunden. Sie wird durch die zuständige Fahrererlaubnisbehörde erteilt und ist an die Fahreignung und den Nachweis der Befähigung in Form einer Fahrprüfung geknüpft. Wer die Fahrerlaubnis für eine Klasse besitzt, hat das Recht, ein Kraftfahrzeug dieser Klasse zu fahren. Wer eine Fahrerlaubnis besitzt und seinen Führerschein während der Fahrt nicht bei sich hat, der begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wenn man einen Führerschein besitzt, nicht aber die dazu gehörige Fahrerlaubnis (z. B. nach dem Entzug der Fahrerlaubnis), begeht man beim Führen eines Kraftfahrzeuges eine Straftat und muss mit hohen Strafen rechnen. Mit der Übergabe des Führerscheins durch den Prüfer am Tag der Fahrerlaubnisprüfung gilt die Fahrerlaubnis als erteilt. Bei dem erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis wird diese für den Zeitraum von zwei Jahren „auf Probe“ erteilt. Außer beim Erwerb der Fahrerlaubnisklassen M,L und T unterliegen Fahranfänger damit generell einer zwei jährigen Bewährungsphase bzw. Probezeit. Sie beginnt mit dem Datum des Erwerbes der Fahrerlaubnis.

Fahrersitz
Er ist neben der Bequemlichkeit auch verantwortlich für die Gesundheit und die Sicherheit des Fahrers. Sitze für PKW, LKW, Bagger, Traktoren oder Autobusse unterliegen einem starken Verschleiß. Stapler mit Fahrersitz dürfen nur von ausgebildeten Staplerfahrern bedient werden. Man muss immer Schutzschuhe tragen und den Sitzgurt auch bei Kurzeinsätzen anlegen. Das Hochheben von Personen mit dem Stapler ist nur in Ausnahmefällen und mit einem sicherheitskonformen Arbeitskorb erlaubt. Einen Elektro-Fahrersitz-Gabelstapler gibt es in Drei- und Vierradausführung. Dreiradausführung kurz auch Dreiradgabelstapler genannt, versteht man Gabelstapler, die vorne zwei und hinten ein (Lenk) Rad haben. Das Lenkrad kann als Einzelrad oder als Zwillingsrad ausgeführt sein. Es gibt auf dem Markt Konstruktionen von Dreiradgabelstaplern, bei denen entweder die Vorderräder oder auch die Hinterräder angetrieben sind. Beim Vorderantrieb können die Räder von einem oder zwei Motoren angetrieben werden. Ob man Dreiradgabelstapler mit Vorder- oder Hinterradantrieb einsetzt, hängt von den Einsatzbedingungen ab. Der Vorderantrieb bietet in der Regel bei Bergfahrt mit Last die bessere Bodenhaftung; der Hinterradantrieb wird dort bevorzugt, wo auf engstem Raum Paletten verstaut werden müssen. Früher hatten Dreiradgabelstapler ausschließlich Vollgummireifen, inzwischen haben sich Superelastik und Luftreifen durchgesetzt.

Fassklammer
Dies ist ein Anbaugerät, mit dem man Fässer transportieren kann. Sie sind in der Bedienung sehr einfach und auch bei leeren Blechfässern völlig betriebssicher. Sie besteht aus zwei Klammerarmen, die an die Form eines Fasses angepasst sind. Diese Klammerarme umschließen das Fass automatisch beim Anheben unter der oberen Sicke und öffnen sich beim Absetzen des Fasses. Befestigt werden Fassklammern durch Einfahren mit den Gabelzinken in die Aufnahmetaschen. Durch Einstellungsschrauben kann eine Anpassung an den Durchmesser vorgenommen werden. Es gibt verschiedene Ausführungen, die einfache Fassklammer, die drehbare Fassklammer und die nach vorne kippbare Fassklammer. Mit der einfachen Klammer kann man senkrecht stehende Fässer aufnehmen und transportieren. Mit der drehbaren Fassklammer kann man Fässer zusätzlich drehen und waagerecht abstellen. Mit der nach vorn kippbaren Fassklammer kann man die Fässer nach vorne kippen und ablegen.

Feststellbremse
Eine Feststellbremse blockiert die Räder dauerhaft. Das Fahrzeug kann für längere Zeit abgestellt werden, ohne das es wegrollt. Die Feststellbremse muss auf alle Räder einer Achse wirken. Sie muss von der Betriebsbremse unabhängig sein. Wenn die Feststellbremse mal ausfallen sollte, dann kommt die Hilfsbremse zum Einsatz, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Die Feststellbremse kann mit der Hilfsbremse in einer Vorrichtung vereint sein, wenn die oben genannten Anforderungen für beide erfüllt bleiben.

Finanzierung
Die Finanzierung ist einer der drei Teilbereiche der Finanzwirtschaft und umfasst alle betrieblichen Prozesse zur Bereitstellung und Rückzahlung der finanziellen Mittel, die für eine Investition benötigt werden. Darunter fallen alle Maßnahmen von der Beschaffung bis zur Rückzahlung finanzieller Mittel sowie die damit verbundene Gestaltung der Zahlungs-, Informations-, Kontroll- und Sicherungsbeziehungen zwischen Unternehmen und Kapitalgebern.

Freihub
Bei Hubwagen mit Hochhubeinrichtung ist der Freihub des Lastträgers ohne Höhenvergrößerung des Mastes zu verstehen. Es ist die max. Hubhöhe auf die ein Lastenträger angehoben werden kann ohne dass sich die Bauhöhe verändert. Diese Angabe ist wichtig, um die größte Stapelhöhe in niedrigen Räumen zu ermitteln.

Frontantrieb
Der Frontantrieb ist bei PKW-Modellen bis zur Mittelklasse das am häufigsten verwendete Antriebsprinzip. Beim Frontantrieb wird das Fahrzeug nur von der vorderen Achse angetrieben. Motor, Getriebe, Achsantrieb und Ausgleichsgetriebe sind zu einer kompakten Einheit zusammengefasst. Mit dem Frontantrieb wird das Fahrzeug „gezogen“, sodass ein stabiler Zustand zwischen den Antriebskräften und der Trägheitskraft des Fahrzeuges entsteht. Beim Frontantrieb werden durch die Vierlenker-Vorderachse Antriebseinflüsse auf die Lenkung ausgeschaltet. Frontantriebler warnen den Fahrer bei Aquaplaning frühzeitig mit durchdrehenden Vorderrädern. Die Vorderräder müssen Antriebs-, Brems- und Seitenführungskräfte übernehmen. Ein Fahrzeug mit Frontantrieb tendiert im Grenzbereich zum gutmütigen, leicht kontrollierbaren Untersteuern. Der Frontantrieb ist üblicherweise bei Vierrad-Elektro-Gabelstaplern, bei allen verbrennungsmotorischen Gabelstaplern und einigen Dreirad-Elektro-Gabelstaplern zu finden. Weltweit beträgt der Anteil der frontbetriebenen Fahrzeuge fast 80%.

Fuhrparkmanagement
Das ist das „planen“ des Einsatzes mehrerer Fahrzeuge. Dabei werden die Touren der Fahrzeuge bestimmt und aufeinander abgestimmt. Ein Fuhrparkmanagement erleichtert einem Unternehmen mit vielen Hubwagen, den Überblick über die eingesetzten Fahrzeuge zu behalten. Über computergestützte Managementsysteme können wichtige Daten über die einzelnen Geräte gespeichert werden, z. B. Einsatzzeiten, Wartungszeiträume, Kosten, Reparaturanfälligkeiten, Ersatzteilbedarf und Ladehäufigkeiten bei Elektrohubwagen. Das System unterstützt den Unternehmer in der Organisation des Fuhrparks. Bei Bedarf kann er gezielt die wichtigsten Informationen über den Zustand der Fahrzeuge abrufen.

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