Glossar: Buchstabe F
Fachbodenregal
Fachbodenregale
sind speziell konstruierte Lagerungsregale. Sie eignen sich zur
Lagerung unterschiedlichster Güter und in beliebigen Mengen, sind sie
vielseitig einsetzbar sowie in verschiedenen Belastungstypen
erhältlich.
Das Grundgerüst bildet feste Regalwände oder Regalständer, in die
Fachböden aus Holz oder Stahlblech auf angebrachten Bodenträgern
platziert werden. Sie dienen zur Lagerung von Gütern aller Art, die
nicht auf Paletten sind. Dies erfolgt auf geschlossenen Fachböden über
mehrere Etagen. Sie werden auch als fahrbare Regale eingesetzt. Für
Höhen bis maximal 12 m werden die Regale in Verbindung mit
Regalfahrzeugen eingesetzt. Die Höhenverstellung ist schraubenlos im
Raster von 25 mm möglich. Längsstabilisierung durch Diagonalstreben.
Fachbodenregale werden auch für mehrgeschossige Podestanlagen gewählt,
wo sie integrierender Bestand für Laufgänge oder Treppen der einzelnen
Geschosse sind.
Beispiele für Fachbodenregale sind z. B. Eckregale, Schubladen- und
Flügeltürenregale, Schrägbodenregale, Wannenbodenregale, Kästenregale,
Reifenregale, Flaschenregale und Edelstahlregale. Es gibt zum
Fachbodenregal noch zahllose spezielle Lösungen, z. B. mehrgeschossige
Fachbodenregale, Archivregale, Aktenregale und Fahrregale.
Fahrantrieb
Dies ist der Antrieb,
mit dem Fahrzeuge vorwärts bewegt werden können. Bei
Transportfahrzeugen unterscheiden sich die Antriebsarten, es gibt den
Benzinantrieb, den Dieselantrieb, den Treibgasantrieb (Erd- oder
Flüssiggas), den Elektrischenantrieb und den Handantrieb. Den
Handantrieb können z. B. Hubwagen, Gabelhubwagen, Hochhubwagen,
Spreizenstapler haben. Dieser eignet sich nur für leichteres
Transportgut. Den elektrischen Antrieb hat nur ein geringer Teil der
Hubwagen, denn dieser ist nur dort möglich, wo der Aktionsradius der
Fahrzeuge sehr klein ist.
Der Dieselantrieb ist nur bei Gegengewichtsstaplern, Querstaplern und
Industrieschleppern anzutreffen.
In Deutschland ist der Benzinantrieb sehr selten. Die Benzingeräte
werden meist nur als Treibgasgeräte betrieben. Diesen findet man meist
bei Gegengewichts- und Quergabelstaplern und Industrieschleppern.
Der Hydridantrieb ist eine Mischung aus verschiedenen Antriebsarten, z.
B. Diesel- und elektrischer Antrieb. Der Vorteil hierbei liegt in der
Flexibilität und schnellen Anpassung an unterschiedliche Einsatzorte.
Ein Stapler kann z. B. im Freien mit Diesel angetrieben werden und bei
alleneinsatz auf elektrischen Betrieb umgeschaltet werden. Während der
Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wird gleichzeitig der benötigte
Fahrstrom für den Elektroantrieb erzeugt.
Fahrerkabine
Die Fahrerkabine ist
der Teil eines Land-, Luft-, Wasser- bzw. Kraftfahrzeuges, das während
des Betriebes dem Fahrzeugführer einen Wetterschutz am Führerstand
bietet. In der Fahrerkabine befinden sich alle notwendigen Instrumente
zum Bedienen des Transportgerätes. Bei Hubwagen mit Fahrerplatz und
Hubhöhe über 1,80 m ist die Fahrerkabine gesetzlich vorgeschrieben. Sie
schützt den Fahrer vor herabfallenden Gegenständen und vor schweren
Verletzungen beim Kippen des Fahrzeuges. Es gibt sie in verschiedenen
Ausführungen, z. B. als Fahrerschutzdach oder als Wetterschutzkabine.
Die unterschiedlichen Ausführungen hängen allerdings von dem jeweiligen
Einsatzort ab. Die Fahrerkabinen moderner Kraftfahrzeuge sind in der
Regel geschlossen, beheizbar und mit Frontfenstern versehen, um
geschützt die Fahrwegsbeobachtung zu ermöglichen. Hubwagen, die häufig
im Außeneinsatz und in Kühlhäusern verwendet werden, sind zum Schutz
und Komfort des Fahrers mit Wetterschutzverdeck oder Fahrerkabine
ausgerüstet. Diese schützen gegen Regen, Schnee und Kälte. Für den nur
gelegentlichen Außeneinsatz genügt oft ein Wetterverdeck, das aus
Segeltuch besteht und über das Fahrerschutzdach gespannt wird.
Fahrerlaubnis
Sie ist die
behördliche Genehmigung zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen
Straßen. Die Fahrerlaubnis ist nicht an den Besitz des Führerscheins
gebunden. Sie wird durch die zuständige Fahrererlaubnisbehörde erteilt
und ist an die Fahreignung und den Nachweis der Befähigung in Form
einer Fahrprüfung geknüpft. Wer die Fahrerlaubnis für eine Klasse
besitzt, hat das Recht, ein Kraftfahrzeug dieser Klasse zu fahren. Wer
eine Fahrerlaubnis besitzt und seinen Führerschein während der Fahrt
nicht bei sich hat, der begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wenn man einen
Führerschein besitzt, nicht aber die dazu gehörige Fahrerlaubnis (z. B.
nach dem Entzug der Fahrerlaubnis), begeht man beim Führen eines
Kraftfahrzeuges eine Straftat und muss mit hohen Strafen rechnen. Mit
der Übergabe des Führerscheins durch den Prüfer am Tag der
Fahrerlaubnisprüfung gilt die Fahrerlaubnis als erteilt. Bei dem
erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis wird diese für den Zeitraum von
zwei Jahren „auf Probe“ erteilt. Außer beim Erwerb der
Fahrerlaubnisklassen M,L und T unterliegen Fahranfänger damit generell
einer zwei jährigen Bewährungsphase bzw. Probezeit. Sie beginnt mit dem
Datum des Erwerbes der Fahrerlaubnis.
Fahrersitz
Er ist neben der
Bequemlichkeit auch verantwortlich für die Gesundheit und die
Sicherheit des Fahrers. Sitze für PKW, LKW, Bagger, Traktoren oder
Autobusse unterliegen einem starken Verschleiß. Stapler mit Fahrersitz
dürfen nur von ausgebildeten Staplerfahrern bedient werden.
Man muss immer Schutzschuhe tragen und den Sitzgurt auch bei
Kurzeinsätzen anlegen. Das Hochheben von Personen mit dem Stapler ist
nur in Ausnahmefällen und mit einem sicherheitskonformen Arbeitskorb
erlaubt.
Einen Elektro-Fahrersitz-Gabelstapler gibt es in Drei- und
Vierradausführung. Dreiradausführung kurz auch Dreiradgabelstapler
genannt, versteht man Gabelstapler, die vorne zwei und hinten ein
(Lenk) Rad haben. Das Lenkrad kann als Einzelrad oder als Zwillingsrad
ausgeführt sein. Es gibt auf dem Markt Konstruktionen von
Dreiradgabelstaplern, bei denen entweder die Vorderräder oder auch die
Hinterräder angetrieben sind. Beim Vorderantrieb können die Räder von
einem oder zwei Motoren angetrieben werden. Ob man Dreiradgabelstapler
mit Vorder- oder Hinterradantrieb einsetzt, hängt von den
Einsatzbedingungen ab. Der Vorderantrieb bietet in der Regel bei
Bergfahrt mit Last die bessere Bodenhaftung; der Hinterradantrieb wird
dort bevorzugt, wo auf engstem Raum Paletten verstaut werden müssen.
Früher hatten Dreiradgabelstapler ausschließlich Vollgummireifen,
inzwischen haben sich Superelastik und Luftreifen durchgesetzt.
Fassklammer
Dies ist ein
Anbaugerät, mit dem man Fässer transportieren kann. Sie sind in der
Bedienung sehr einfach und auch bei leeren Blechfässern völlig
betriebssicher. Sie besteht aus zwei Klammerarmen, die an die Form
eines Fasses angepasst sind. Diese Klammerarme umschließen das Fass
automatisch beim Anheben unter der oberen Sicke und öffnen sich beim
Absetzen des Fasses. Befestigt werden Fassklammern durch Einfahren mit
den Gabelzinken in die Aufnahmetaschen. Durch Einstellungsschrauben
kann eine Anpassung an den Durchmesser vorgenommen werden.
Es gibt verschiedene Ausführungen, die einfache Fassklammer, die
drehbare Fassklammer und die nach vorne kippbare Fassklammer.
Mit der einfachen Klammer kann man senkrecht stehende Fässer aufnehmen
und transportieren. Mit der drehbaren Fassklammer kann man Fässer
zusätzlich drehen und waagerecht abstellen.
Mit der nach vorn kippbaren Fassklammer kann man die Fässer nach vorne
kippen und ablegen.
Feststellbremse
Eine
Feststellbremse blockiert die Räder dauerhaft. Das Fahrzeug kann für
längere Zeit abgestellt werden, ohne das es wegrollt.
Die Feststellbremse muss auf alle Räder einer Achse wirken. Sie muss
von der Betriebsbremse unabhängig sein. Wenn die Feststellbremse mal
ausfallen sollte, dann kommt die Hilfsbremse zum Einsatz, um das
Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Die Feststellbremse kann mit der
Hilfsbremse in einer Vorrichtung vereint sein, wenn die oben genannten
Anforderungen für beide erfüllt bleiben.
Finanzierung
Die Finanzierung ist
einer der drei Teilbereiche der Finanzwirtschaft und umfasst alle
betrieblichen Prozesse zur Bereitstellung und Rückzahlung der
finanziellen Mittel, die für eine Investition benötigt werden. Darunter
fallen alle Maßnahmen von der Beschaffung bis zur Rückzahlung
finanzieller Mittel sowie die damit verbundene Gestaltung der
Zahlungs-, Informations-, Kontroll- und Sicherungsbeziehungen zwischen
Unternehmen und Kapitalgebern.
Freihub
Bei Hubwagen mit
Hochhubeinrichtung ist der Freihub des Lastträgers ohne
Höhenvergrößerung des Mastes zu verstehen. Es ist die max. Hubhöhe auf
die ein Lastenträger angehoben werden kann ohne dass sich die Bauhöhe
verändert. Diese Angabe ist wichtig, um die größte Stapelhöhe in
niedrigen Räumen zu ermitteln.
Frontantrieb
Der Frontantrieb ist
bei PKW-Modellen bis zur Mittelklasse das am häufigsten verwendete
Antriebsprinzip. Beim Frontantrieb wird das Fahrzeug nur von der
vorderen Achse angetrieben.
Motor, Getriebe, Achsantrieb und Ausgleichsgetriebe sind zu einer
kompakten Einheit zusammengefasst.
Mit dem Frontantrieb wird das Fahrzeug „gezogen“, sodass ein stabiler
Zustand zwischen den Antriebskräften und der Trägheitskraft des
Fahrzeuges entsteht. Beim Frontantrieb werden durch die
Vierlenker-Vorderachse Antriebseinflüsse auf die Lenkung ausgeschaltet.
Frontantriebler warnen den Fahrer bei Aquaplaning frühzeitig mit
durchdrehenden Vorderrädern. Die Vorderräder müssen Antriebs-, Brems-
und Seitenführungskräfte übernehmen. Ein Fahrzeug mit Frontantrieb
tendiert im Grenzbereich zum gutmütigen, leicht kontrollierbaren
Untersteuern.
Der Frontantrieb ist üblicherweise bei Vierrad-Elektro-Gabelstaplern,
bei allen verbrennungsmotorischen Gabelstaplern und einigen
Dreirad-Elektro-Gabelstaplern zu finden. Weltweit beträgt der Anteil
der frontbetriebenen Fahrzeuge fast 80%.
Fuhrparkmanagement
Das ist
das „planen“ des Einsatzes mehrerer Fahrzeuge. Dabei werden die Touren
der Fahrzeuge bestimmt und aufeinander abgestimmt. Ein
Fuhrparkmanagement erleichtert einem Unternehmen mit vielen Hubwagen,
den Überblick über die eingesetzten Fahrzeuge zu behalten. Über
computergestützte Managementsysteme können wichtige Daten über die
einzelnen Geräte gespeichert werden, z. B. Einsatzzeiten,
Wartungszeiträume, Kosten, Reparaturanfälligkeiten, Ersatzteilbedarf
und Ladehäufigkeiten bei Elektrohubwagen.
Das System unterstützt den Unternehmer in der Organisation des
Fuhrparks. Bei Bedarf kann er gezielt die wichtigsten Informationen
über den Zustand der Fahrzeuge abrufen.





